
ICONIC CONNECT: Architektur dort diskutieren, wo sie entsteht
München wurde Anfang Oktober zum Treffpunkt der internationalen Architektur- und Designszene. Am Vortag der Verleihung der ICONIC AWARDS 2026 nutzten die Gewinner*innen das Begleitprogramm ICONIC CONNECT, um sich branchenübergreifend zu vernetzen und Architektur dort zu erleben und zu diskutieren, wo sie entsteht.
ICONIC CONNECT: Architektur vor Ort
ICONIC CONNECT umfasste Studiobesuche, Rundgänge und Gespräche mit den Menschen hinter den Projekten. Den Auftakt bildete das Frühstück der Mirror Architecture Group unter dem Titel „Dezentral, agil, europäisch“. Gründer Sebastian Schützdeller stellte sein Netzwerk vor, das die Organisationsform des klassischen Architekturbüros infrage stellt. Stattdessen arbeiten eigenständige Büros unter der Führung von Mirror zusammen, um lokale Expertise in internationale Projekte einzubringen. Das Ziel sind individuelle Lösungen gemeinsam mit den Bauherrschaften, und damit der Abschied von der Signature-Architektur. Dafür entwickelte Schützdeller eine App, die Kapazitätsplanung, Teamaufstellung, Kostenstrukturen und Zeitpläne für alle Projektphasen bündelt. So gelingt die Zusammenarbeit auch über Ländergrenzen hinweg.
Ein Highlight auf dem Weg zur nächsten Station war die kürzlich fertiggestellte Kindertagesstätte „Kinderoase“ der TU München von Kéré Architekten.
Weiter ging es mit der „City of Lights“-Tour auf den Spuren von Ingo Maurer. Sie führte durch Showroom, Werkstatt und „Designerei“ des Leuchtenherstellers. Designchef Alex Meissel zeigte bei einem Spaziergang durch München, wie Licht im öffentlichen Raum wirkt – von U-Bahn-Stationen bis zum Showroom eines Sportbekleidungsgeschäfts. Die Installation aus Tausenden goldenen und silbernen Plättchen im Residenztheater München beeindruckt bis heute und beweist: Leuchtobjekte benötigen nicht immer elektrisches Licht, um zu strahlen.
Am Vormittag der Preisverleihung führte Architekt Peter Haimerl seine Gäste zum Wabenhaus in der Messestadt Riem. Das Gebäude zeigt, wie Wohnen jenseits des rechten Winkels funktionieren kann.

Ausblick: Sichtbarkeit über den Abend hinaus
Das Rahmenprogramm ICONIC CONNECT zeigte an unterschiedlichen Stationen ein Prinzip: Architektur dort diskutieren, wo sie entsteht. Mit den Menschen, die ihre Visionen in erfolgreiche Projekte umgesetzt haben. Damit wirken die ICONIC AWARDS 2026 auch über die zwei Tage in München hinaus.









